How to become a vegan. Oder: wenn man zu Beginn schon fast wieder das Handtuch werfen will

Ist der erste Schritt geschafft, das Bewusstsein für die pflanzliche Ernährung und Lebensweise gegen die Ausbeutung von Lebewesen erlangt, folgt zugleich Phase zwei: der innerliche Kampf vor dem Supermarktregal.

Wieso innerlicher Kampf? Ich habe mich doch für die vegane Lebensweise entschieden und muss kein schlechtes Gefühl mehr haben? Das stimmt!

Da Newbies aber im Normalfall noch nicht blind ins Regal greifen um ihren Einkaufswagen zu füllen, folgt bei fast jedem Produkt erst mal der Blick auf die Zutatenliste. Und zugegebenermaßen findet man dort immer wieder Inhaltsstoffe, die einen ganz schön verwirren können. Milchsäure in Sauerkraut? Und nun?

Um solche Probleme aus dem Weg zu räumen, ist es wichtig sich mit deren Inhaltsstoffen, ihrer Herkunft und ihrem Einsatz auseinanderzusetzen.
Milchsäure beispielsweise ist ein Stoff, der beim Einlegen und somit Vergären von Gemüse entsteht und kommt daher natürlicherweise in sauren Konserven vor. Bei solchen sind wir also auf der sicheren Seite. Allerdings kann auch tierische Milchsäure Produkten zugesetzt werden. Hier hilft dann ein Blick auf die Vorderseite des Produktes, wenn ein Veganlabel aufgedruckt ist, so ist die Milchsäure auch hier pflanzlichen Ursprungs. Falls nicht, findet man auch relativ leicht über diverse Apps oder einfach auf Google heraus, wie es um die Beschaffenheit des Produktes steht.

Anfangs ist das manchmal eine kleine Herausforderung, doch mit der Zeit und mit jedem gekauften Produkt ist man einen Schritt weiter und hat schlussendlich für die wichtigsten Produkte seine Favoriten, die immer wieder gekauft werden. So steht man also nicht mehr ewig vor dem Regal um die Inhaltsstoffe zu checken, sondern kann die Einkaufsliste zügig abarbeiten und muss nur noch in Einzelfällen auf die Zutatenliste sehen.

Ähnlich ist das mit der großen Vielfalt an „Ersatzprodukten“ wie veganem Käse, Aufschnitten, Würstchen, Aufstrichen usw. Anfangs fühlt man sich schier erschlagen von den prall gefüllten Kühlregalen vor allem in Biomärkten. Da hilft nur eines: herausfinden, was einem schmeckt und was nicht. Testen, testen, testen. Erfahrungsberichte bieten dabei Unterstützung, aber da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, findet man nur nach dem try and error Prinzip zu seinem persönlichen Favoriten. Gemeinsam testen macht dabei natürlich am meisten Spaß 🙂

Nach meinen nunmehr 4,5 Jahren Veganismus denke ich oft schmunzelnd an die Anfangszeit und so manches Problemchen zurück. Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr hin und wieder das Gefühl habt, dass es schwierig ist einen Einkaufswagen ausschließlich mit pflanzlichen Produkten zu füllen. Mit der Zeit wird der Großteil eures Einkaufs vermutlich sowieso aus Obst, Gemüse und ein paar Basics bestehen und umso weniger müsst ihr euch auch um die Inhaltsstoffe sorgen. Ich kann euch versprechen, ihr bekommt ganz schnell Routine!

Ihr könnt mir natürlich jederzeit gerne Fragen zu dieser Thematik stellen, ich beiße nicht 😛

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